Was ich bei der DLD-Konferenz 2017 in München erfahren habe

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DLD 2017

Hallo, hier ist Vasco. Vor ein paar Monaten wurde ich eingeladen, vom 15. bis zum 17. Januar an der Digitalkonferenz DLD in München als Referent teilzunehmen. Ich war sowohl zum ersten Mal auf einer Digital-Life-Design-Konferenz als auch in München und meine Erwartungen wurden völlig übertroffen.

Die Kombination aus Talent und Intellekt Hunderter Wissenschaftler, Technologen, Unternehmer, Politiker und Künstler hat mich sehr inspiriert. Diese Menschen wurden von den Organisatoren in dem Versuch zusammengeführt, die Frage zu beantworten:„Wie lautet der Plan?“ bezüglich zukünftiger Herausforderungen und Chancen.

Abgesehen davon, dass ich angenehm davon überrascht war, dass zwei Leute, mit denen ich zufällig ins Gespräch kam, sich als Amazons CTO und als der Designer von Fitbit (#humblebrag!) herausstellten, gab es einige wirklich interessante Vorträge, die mir entweder eine neue Sichtweise auf ein Thema eröffneten, von dem ich dachte, ich wüsste schon alles darüber, oder die mich vollkommen überraschten, da ich vorher noch nie darüber nachgedacht hatte. Zum Beispiel Julian Savulescus Vortrag darüber, wie Genveränderung zur Veränderung der menschlichen Moral führen könnte.

Oder die neuen, bahnbrechenden Designs für Spritzen, die die Art und Weise verändern werden, wie wir Impfstoffe verabreichen, worüber Wolfgang Buttress, Tim Landgraf und Marc Koska bei der Bee-Inspired-Podiumsdiskussion diskutierten.

Aber was mich wirklich fasziniert hat, war die Podiumsdiskussion zum Thema „Fixing-Education-For-The-AI-Age” mit Tabitha Goldstaub von Project Placed, Dr. Rose Luckin vom UCL Knowledge Lab, Jürgen Schmidhuber von IDSIA, Esther Wojcicki vom Center for the Collaborative Classroom (dt.: Zentrum für kollaborativen Unterricht) und Conrad Wolfram von Wolfram Research Europe.

Ich habe 4 Töchter und interessiere mich schon lange für Bildung. Ich bin sehr frustriert über den aktuellen Stand des Bildungssystems – irgendwo im 19. Jahrhundert. Einige der Lösungen, die während der Podiumsdiskussion vorgestellt wurden, vom Mathematikunterricht unter der Annahme, dass Computer existieren (so revolutionär wie die Verwendung von Mobiltelefonen in Horrorfilmen), bis hin zu Esthers Arbeit zur gegenseitigen Lernunterstützung im Rahmen kollaborativen Unterrichts, gaben mir Hoffnung. Ich hoffe, dass meine jüngste Tochter etwas davon zu sehen bekommt in ihrem Klassenzimmer!

Schließlich dann meine eigene Podiumsdiskussion, „Das Ende der Apps: Warum Bots die neue Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine sind”, während welcher ich die Ehre hatte, mit Alexander Del Toro Barba von VisualVest, Adelyn Zhou von TOPBOTS, David Hanson von Hanson Robotics und Greg Williams von WIRED UK zu sprechen, der die Podiumsdiskussion moderierte.

https://youtube/FXAm7KpJK5E

In einer Welt, in der drei Viertel der Nutzer von Mobilgeräten nicht jeden Monat eine neue App herunterladen, ist es klar, dass Chatbots – Programme, mit denen man ein Gespräch führen kann (nicht immer auf eine intelligente Weise!) – eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung neuer Erfahrungen und Inhalte spielen werden. Meiner Ansicht nach müssen die „schwierigen Probleme” der künstlichen Intelligenz nicht gelöst werden, damit diese einen Mehrwert schaffen können, aber schauen Sie sich doch mal das Video an, Sie werden sehen, dass das Gespräch manchmal etwas hitzig wurde! 😉

DLD hat wirklich meine Erwartungen übertroffen. Wenn Sie die Chance bekommen, dort einen Vortrag zu halten oder auch nur hinzugehen, würde ich Ihnen empfehlen, sie wahrzunehmen!

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