Unbabel wirkt beim INTERACT-Krisenübersetzungs-Projekt mit, das von der EU finanziert wird.

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Was passiert, wenn du dich in Not befindest – und die einzige Information, welche du zur Verfügung hast, ist in einer Sprache, die du nicht verstehst?

Es ist ein hoffnungsloser Gedanke und doch einer, der nur allzu oft vorkommt. Naturkatastrophen machen nicht vor Grenzen halt. Und wir leben in einer globalisierten Welt, in der wir reisen, handeln und uns in vielen anderen Ländern niederlassen. Tatsächlich ist praktisch jede Krise von einer Sprachbarriere betroffen.

Das Beheben von Sprachproblemen würde natürlich auch vielen grenzüberschreitenden Rettungsorganisationen und karitativen und sozialen Organisationen helfen, wenn diese zusammen kommen, oft kurzfristig, um Hilfe zu leisten.

Diese Herausforderung zu lösen, ist das Ziel von INTERACT, das Internationale Netzwerk für Krisenübersetzung; ein Projekt gefördert von dem Programm Horizont 2020 der Europäischen Union, welches Akademiker aus den Sozialwissenschaften, Technologen, die Industrie und die humanitären Ersthelfer zusammenbringt. Sein Ziel ist es, die Übersetzung in Krisenszenarien zu erforschen und zu verbessern und es dadurch den krisebetroffenen Menschen zu ermöglichen, schnelle, fundierte Entscheidungen zu treffen, wenn es am meisten darauf ankommt.

mit freundlicher Genehmigung von unserem Partner Translators Without Borders (Übersetzer ohne Grenzen)
freut Unbabel sich, zusammen mit Experten aus allen relevanten Bereichen und Fachrichtungen, einer der Partner des Projektkonsortiums zu sein. Akademische Partner sind die Dublin City University, das University College London, die Arizona State University und die University of Auckland. Weitere beitragende Experten sind Microsoft Research, Translators Without Borders und Cochrane, die Weltautorität für die Qualität der medizinischen Forschung.

Während sich das Projekt entwickelt, werden drei Unbabel-Mitglieder und erfahrene Wissenschaftler, Dr. João Graça (Technischer Direktor bei Unbabel), Dr. André Martins (Unbabel Head of Research) und Dr. Helena Moniz (Leiter des Qualitätsmanagment Unbabel) zusammenarbeiten und ihre Erkenntnisse mit anderen Vertretern von Netzwerkpartnern teilen.

„Es ist vermutlich das schwierigste Projekt, in Bezug auf die Kommunikationsprozesse, an dem ich je beteiligt war“, sagt Moniz. „Wir müssen es wagen, die möglichen Kommunikationsprozesse zu überdenken, und welche Bedeutung Übersetzung in solchen Szenarien hat … und wie wir als normale Bürger und Forscher dazu beitragen können.“

Weil menschliche Übersetzer während der logistischen Komplikationen einer Krise oft nicht erreichbar sind, kann die maschinelle Übersetzung für schnellere und weitverbreitetes Verständnis eines Notfalls in Echtzeit ermöglichen.

„Wir haben Geschichten gehört, die schwer in Worte zu fassen sind – Geschichten, in denen die Paralinguistik von Emotionen und menschlicher Zerbrechlichkeit den Übersetzer über die sprachlichen Grenzen herausfordert – jenseits der Grenze der Worte“, sagt Moniz. „Gesundheitsbezogener Inhalt ist besonders schwer zu übersetzen, [aber] die Partner besitzen Erfahrung und Daten zu diesem Thema, und haben bereits während einer Ebola-Krisensituation übersetzt.“

Das INTERACT Projekt konzentriert sich auf vier Kernbereiche:

  • Politik: trägt zu Empfehlungen bezüglich Krisenübersetzungen für nationale, europäische und internationale Agenturen bei.
  • Ausbildung: branchenübergreifendes Bewusstsein für die Bedeutung der Übersetzung in Krisen erhöhen
  • Vereinfachung: gesundheitsbezogene Inhalte verständlicher und kulturell angemessen über die Grenzen hinweg machen.
  • Maschinenübersetzung: MÜ-Prozesse und Motoren für die gesundheitsbezogene Kommunikation in Krisenkontexten entwickeln.

Das übergeordnete Ziel ist zur Schaffung von schnellen, qualitativ hochwertigen und skalierbaren Übersetzungsmechanismen beizutragen, so dass diejenigen, die Hilfe brauchen sie zuverlässig bekommen, selbst in den komplexen und unvorhersehbaren Krisensituationen.

Du kannst INTERACTs Fortschritt hier verfolgen: Twitter.

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