Bei der Entwicklung einer internationalen Geschäftsstrategie stellt man sich wahrscheinlich viele Fragen. Wird mein Produkt im Ausland genauso gut ankommen wie zu Hause? Ist das Land, in das ich expandiere, dazu bereit, von mir zu kaufen? Worin unterscheidet sich das Geschäft im Vereinigten Königreich von dem in Deutschland?

In Wahrheit sind alle Kulturen verschieden. Darauf muss man vorbereitet sein.

Beispielsweise kann Deutschland sehr attraktiv für Technologieunternehmen sein. Aber das bedeutet nicht, dass es genau so sein wird, wie man es sich vorstellt.

Falls Sie mit Ihrem Geschäft nach Deutschland expandieren, finden Sie hier eine Liste von Dingen, die man dabei wissen sollte – abgesehen von der Tatsache, dass es die größte Volkswirtschaft in der EU ist und dort jedes Jahr 800 Millionen Currywürste gegessen werden.

Deutsche empfinden Handy-Werbung als nervig

Handy-Werbung ist definitiv ein guter Weg, um neue Kunden zu erreichen. Aber eben nicht in Deutschland.

Laut dieser Studie von Nordlight Research haben satte 92 % der deutschen Online-Nutzer eine negative oder neutrale Einstellung zu Handy-Werbung und rund zwei Drittel empfinden Anzeigen auf dem Handy als lästig.

Und das ist nicht nur bei Mobilgeräten so. Sie sind auch große Fans von Ad-Blocking-Software. Will heißen, sofern Ihre Werbung nicht derart gut ist, sollten Sie sich wahrscheinlich eine andere Strategie überlegen.

Andererseits haben Studien festgestellt, dass über 50 % der Verbraucher in Deutschland Zeitungs- und Zeitschriftenanzeigen als vertrauenswürdige Informationsquellen angeben und 84 % ihren Freunden und Verwandten vertrauen.

Wenn Sie nach Deutschland expandieren, ist es also vielleicht eine gute Idee, Printanzeigen in Ihre internationale Marketingstrategie zu integrieren und an Influencer-Marketing zu arbeiten.

Preisvergleiche sind ein großes Thema

Preise vergleichen liegt seit einigen Jahren absolut im Trend und Deutschland stellt dabei keine Ausnahme dar. Es gibt viele unterschiedliche Plattformen, die genau das auf dem deutschen Markt tun.

Falls Ihr Produkt leicht mit anderen verglichen werden kann, ist es also eine Überlegung wert, Ihre Produkte bei diesen Preisvergleichsplattformen einzutragen. Beachten Sie jedoch, dass die meisten Informationen in deutscher Sprache recherchiert werden.

Deutsche lieben es, mit Bargeld zu bezahlen

Laut dieser EZB-Umfrageist Cash in Deutschland nach wie vor König. Tatsächlich sind es die Deutschen, die in der gesamten Europäischen Union das meiste Bargeld im Portemonnaie mitführen – 103 Euro im Durchschnitt. Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat zudem herausgefunden, dass jeder Deutsche eine Karte durchschnittlich 49 Mal nutzt, während Dänen und Schweden über 300 Mal mit Karte bezahlt haben und die Briten mehr als 200 Mal.

Aber dafür gibt es eine Erklärung. In der Geschichte Deutschlands kam es zu mehreren Währungszusammenbrüchen, weshalb es nur allzu verständlich ist, dass die Bevölkerung dort um ihre finanzielle Sicherheit bangt. Deutsche ziehen es auch vor, mit Bargeld zu bezahlen, da ihnen das ermöglicht, ihre Finanzen besser zu kontrollieren. Außerdem ist Bargeld im Gegensatz zu Kreditkarten anonym, es hinterlässt also keine Datenspur.

Berücksichtigen Sie dies, wenn Sie sich Ihre Zahlungsoptionen aussuchen.

Datenschutz hat Priorität

Datenschutz und Privatsphäre haben in Deutschland einen hohen Stellenwert. Im Laufe seiner Geschichte sind in Deutschland zwei politische Regime entstanden, welche die Bevölkerung streng überwachten. Dies ermöglichte es diesen politischen Systemen, das deutsche Volk zu kontrollieren, zu manipulieren und zu unterdrücken.

Kein Wunder also, dass Deutschland in puncto Privatsphäre sehr rigoros ist. Tatsächlich sind die Datenschutzgesetze in Deutschland so streng wie nirgendwo sonst (und falls Sie sich nicht daran halten, müssen Sie am Ende eventuell Geldstrafen in Millionenhöhe bezahlen).

Stellen Sie unbedingt sicher, dass die Daten Ihrer Kunden und deren Geräte geschützt sind, denn Sicherheitsverstöße können zu einem Deal-Breaker werden. Wenn Sie Privatsphäre und Datenschutz ernst nehmen und dabei transparent sind, kann Ihnen das Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Sie müssen Deutsch sprechen können

Bedenken Sie: Nur etwa zwei Drittel der Deutschen sprechen Englisch und weniger als ein Viertel attestiert sich selbst, die Sprache gut zu beherrschen.

Außerdem: 75 % aller Menschen suchen online in ihrer Muttersprache nach Informationen. 58 % geben an, dass dies auch ihre Markentreue erhöht (Common Sense Advisory).

Wenn man die Sprache seiner Kunden spricht, ist man dazu in der Lage, die Kundenzufriedenheit zu verbessern und Deutschland ist dabei keine Ausnahme.

[Edit: und nun ein Gruß von unseren Sponsoren …]

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